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Umfrage: Social Media Governance 2010 – Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern

ethic media Organsationsentwicklung

Sebastian Zösch, der Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland e.V.),  hat uns auf eine Umfrage aufmerksam gemacht, welche die Nutzung von Social Media in NGOs und Organisationen untersucht. Bisher haben über 1.000 Kommunikationsexperten an dieser Umfrage teilgenommen, welche mitunter von der Universität Leipzig getragen wird. Macht doch auch mit. Auf das Ergebnis können wir gespannt sein.

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

das Thema Social Media steht in vielen Organisationen derzeit ganz oben auf der Agenda. Dies gilt nicht nur für PR und Unternehmenskommunikation, sondern auch für andere Abteilungen und Bereiche. Das Top-Management steht vor der Herausforderung, Wege für den Umgang mit diesem relativ neuen, meist anarchisch einziehenden Thema zu finden. Es gilt, tragfähige Strategien und einen übergreifenden Ordnungsrahmen für alle Aktivitäten zu entwickeln (Social Media Governance). Laut jüngeren Untersuchungen stehen diesbezüglich viele Organisationen noch ganz am Anfang.

PR und Kommunikationsmanagement erhalten hier eine neue Chance, eine Führungsrolle zu übernehmen. Durch die Mitwirkung an dieser Umfrage (ca. 10 Minuten) tragen Sie dazu bei, jenseits aller Trendaussagen belastbare Fakten, Benchmarks und Hinweise für den Umgang mit Social Media zu ermitteln. Die Ergebnisse mit konkreten Hinweisen für die eigene Praxis erhalten Sie ab Ende August.

Die Datenerhebung erfolgt anonym; die vertrauliche Auswertung erfolgt ausschließlich durch die Forscher der Universität Leipzig.

Wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Teilnahme!

Die Studienpartner
Ansgar Zerfaß, Universität Leipzig
Marc-Oliver Voigt, Magazin Pressesprecher
Stephan Fink, Fink & Fuchs Public Relations AG

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Artikel geschrieben von Robert Kresse

Geschrieben am 22. Juni 2010 um 11:19 Uhr | Keine Kommentare »

Facebook verändert die Navigation

Die ersten 80 von 400 Millionen Nutzer/innen von Facebook bekommen in diesen Stunden die neue Navigation freigeschaltet. Die anderen werden wie üblich nach und nachfolgen. Wir sehen uns die Neuerungen anhand des vorstellenden Blogbeitrags von Facebook an und erläutern, was dies für NGOs und ihre Möglichkeiten auf Facebook bedeutet.

Immer auf dem Laufenden bleiben

In der Menüzeile oben wird es zukünftig sehr präsent die neuesten Benachrichtigungen, Anfragen und Nachrichten geben. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Benachrichtigungen wenn Dich jemand auf einem Foto markiert oder an Deine Wand schreibt, die bisher rechts unten angezeigt werden, direkt im neuen Menü oben erscheinen werden. Wenn Du den Zähler auf dem Weltkugel-Symbol anklickst, wird ein Drop-Down-Menü aufgehen.

Das neue Drop-Down-Menü der Benachrichtigungen (Copyright: Facebook)

Die Links zum eigenen Profil und zur Startseite werden gemeinsam mit den Einstellungen rechts oben zu finden sein.

Bei den Benachrichtigungen, die nun sehr präsent gemacht wurden, tauchen zukünftig die Benachrichtigungen der Anwendungen ebenfalls auf. Damit werden die Nutzer/innen häufiger an die Anwendung erinnert und zu weiteren Interaktionen angeregt. Dies erhöht auch für NGOs den Wert von Anwendungen, mit denen Unterstützer/innen und Mitglieder zum Beispiel über die Arbeit und die Erfolge der NGO informiert werden, an Kampagnen teilnehmen oder spenden können.

Inhalte über ein neues Menü links entdecken

Dort wo jetzt bereits ein Menü mit der Wahlmöglichkeit zwischen Neuigkeiten, Statusmeldungen, Fotos, usw. ist, wird es zukünftig mehr Möglichkeiten geben. So werden hier auch die Menüs für Nachrichten, Anwendungen und Spiele auftauchen.

Ein neues Foto-Dashboard wird ermöglichen, die neusten Bilder der eigenen Kontakte durchzusehen und das Dashboard für die Veranstaltungen zeigt kommende Veranstaltungen und solche, an denen die eigenen Kontakte teilnehmen werden. Das „Freunde-Dashboard“ wird neben der schon bekannten Funktion der Empfehlungen, wen man kennen könnte, auch anzeigen, wer als letztes sein Profil verändert hat. Ebenso wird man hier die Neuigkeiten nach den Freundeslisten filtern können, sofern man welche angelegt hat.

Foto-Dashboard (Copyright: Facebook)

In dem neuen Menü links werden auch eine Hand voll Freunde angezeigt werden, die gerade online sind, um dem Chat mehr Gewicht auf Facebook zu geben. Um diese Auflistung nicht zu groß werden zu lassen, werden bevorzugt nur Menschen angezeigt, mit denen man regelmäßig kommuniziert. Die komplette Liste aller Kontakte, die gerade online sind wird es weiter rechts unten im Drop-Down-Menü des Chats geben.

Neue Dashboards für Spiele und Anwendungen

Die Interaktion mit Spielen und Anwendungen soll durch neue Dashboards, die sich ebenfalls im neuen Menü links befinden, verbessert werden. Auf diesen Dashboards wird angezeigt, welche Anwendungen man am häufigsten nutzt, welche man kürzlich verwendet hat und welche Anwendungen die eigenen Kontakte kürzlich verwendet haben.

Gerade über diese Anzeige, welche Anwendung die eigenen Kontakte kürzlich verwendet haben, können von NGOs über Anwendungen neue Unterstützer/innen gefunden werden. Denn die Menschen, die sich auf Facebook vernetzen haben oft ähnliche Interessen. Daher spricht eine Anwendung, die einen bestimmten sozialen Zweck verfolgt (also z.B. Umweltschutz, Menschenrechte oder Tierschutz) oft auch die Kontakte einer Person an, die sie verwendet.

Weiter wird es bei den Anwendungen, die man als Lesezeichen gespeichert hat, Zähler geben. Diese zeigen immer an, wenn eine Handlung in einer Anwendung erforderlich wird. Also zum Beispiel eine neue Runde in einem Spiel ansteht oder man auf ein Kommentar eines Freundes in einer Anwendung reagieren sollte.

Spiele-Dashboard (Copyright: Facebook)

Ein weiterer Weg, wie Nutzer zukünftig von Neuigkeiten der Anwendungen erfahren ist über die Dashboards selbst. Dort werden unter den Spielen oder Anwendungen die jeweils neusten Benachrichtigungen angezeigt.

Unter anderem sieht man hier, welcher der eigenen Kontakte wann in welcher Anwendung aktiv war. Da dies sicher nicht allen Personen gefallen wird, kann diese Sichtbarkeit der eigenen Interaktionen mit Anwendungen für andere in den Einstellungen abgestellt werden.

Auch diese Änderung gibt vor allem den Anwendungen (und Spielen) mehr Gewicht, da diese durch die Auflistung im neuen Menü links (statt wie bisher versteckt links unten) nun stärker wahrgenommen werden. Drei der als Lesezeichen gespeicherten Anwendungen werden ständig angezeigt, ebenso wie der Zähler. So wird eine NGO über Benachrichtigungen sehr einfach erneut Kontakt zu Menschen aufnehmen können, die sich bereits einmal über eine Facebook-Anwendung für sie stark gemacht haben. Wichtig dafür ist natürlich, dass die Anwendung auch die gut positionierte Möglichkeit hat, sie als Lesezeichen zu speichern. Ein extra Hinweis darauf sollte auf jeden Fall gegeben werden.

Artikel geschrieben von Michael Hartl

Geschrieben am 5. Februar 2010 um 8:05 Uhr | Keine Kommentare »

Facebook Causes für schnelle Aktionen

ethic media | philosophie

Vor zwei Wochen hat uns ein Tierversuch hier in Österreich auf Trab gehalten, der so was von abgefahren ist, dass sich selbst die, die angeblich davon profitieren sollten, davon distanzierten. Schweine wurden lebendig unter Schneemassen begraben – und die Wissenschaftler/innen untersuchten, wie sie sterben. Der ORF berichtete:

Wir dachten uns, da muss schnell reagiert werden und sofort etwas unternommen werden. Die Menschen brauchen eine Möglichkeit ihren Protest auszudrücken und die Betroffenheit in Handlungen umzusetzen. Daher haben wir ganz im Sinne von social media sofort ein „Causes“ gestartet; also eine Art „Online-Petition“ auf Facebook, und durften über die Website der Kampagne pig-vision auf diese Ungeheuerlichkeit aufmerksam machen.

Mittlerweile sind die Versuche gestoppt und werden dort nicht fortgeführt. Allerdings wollen die Versuchsleiter den Versuch woanders fortsetzen. Ein Teil der Schweine wurden an den Tierschutzverein für Tirol übergeben und dürfen nun so lange leben, wie es im Sinne der Natur ist.

Uns hat vor allem die aktive Teilnahme und Verbreitung unseres „Causes“ auf Facebook gezeigt, wie wichtig der Einsatz dieser Mittel ist, die uns die Sozialen Medien zur Verfügung stellen. NGOs sollten sich damit vertraut machen – oder im Falle von „quick response actions“ auf die Hilfe einer externen Agentur zurückgreifen.

Artikel geschrieben von Michael Hartl

Geschrieben am 25. Januar 2010 um 16:28 Uhr | Keine Kommentare »