“Irgendwas wird ‘ethic’ schon bedeuten”

Vor einer Woche kam ich gerade von draußen zurück ins Büro. Hoch motiviert dank Bewegung an der fischen Luft und schönem Sonnenschein. Mein Telefon läutet, was nichts ungewöhnliches ist.
Der Anrufer, ein sehr netter Kerl, erklärt mir etwas von einer Idee, bei der er gerne unsere Unterstützung und Mitarbeit hätte. Alles dabei, was einen Auftrag für uns interessant macht: ein in der Öffentlichkeit sehr unbekanntes Problem, verursacht durch eine ebenso wenig bekannte Krankheit. Eine Aktion soll organisiert und gemacht werden, ähnlich einem Flashmob, begleitet von Kameras und Medien. Danach die Verbreitung der Videos und Bilder im Netz, natürlich auch über Social Networks.
Ein wichtiges Anliegen, die Methoden, die wir lieben und die Frage, ob wir Interesse an einem solchen Auftrag haben. Perfekt!
Bis der Satz fällt: „Wichtig ist es eben, dass wir auch den betroffenen Menschen zeigen, dass ihre Krankheit medikamentös sehr gut eingestellt und kontrolliert werden kann.“ – Aha, Pharmaindustrie! – „Für wen arbeiten Sie eigentlich?“ – „Für XXXXXX.“ – „Klingt nach Pharma, machen Sie denn auch Tierversuche.“ – „Wir machen hier in Österreich keine Tierversuche.“ – „Naja, Ihre Website sagt, dass sie Tierversuche machen.“ – „Ja, in Deutschland, aber nicht hier in Österreich.“
Uns ist es völlig egal, in welchem Land dieser Erde ein Unternehmen Tiere zu Tode quält, Menschen 16 Stunden am Tag für Hungerlöhne einsperrt oder Regenwälder abholzt – für uns kommen solche Unternehmen nicht in Frage.
Oder wie es der Anrufer ausdrückte: „Ja, ich dachte mir schon, dass das „ethic“ in Ihrem Firmennamen irgendwas bedeutet“.
Wer noch einmal genau nachlesen möchte, welche Philosophie hinter unserer Firma steht, kann das hier gerne tun.
Artikel geschrieben von Michael HartlGeschrieben am 16. April 2010 um 11:34 Uhr | Keine Kommentare »

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